Dienstag, 29. April 2014

bienen-sterben durch pestizide verursacht

pestizide spielen beim sog. bienen-sterben sicherlich eine rolle. in der öffentlichen meinung herrscht der eindruck, dass das bienensterben aber zu 99,9 % von pestiziden verursacht wird. dieser eindruck ist auf langjährige ideologische gehrinwäsche aus einem bestimmten ideologischen eck zurückzuführen.

tatsächlich gab es das bienen-sterben schon, bevor es chemischen pflanzenschutz gab. die ins gerede gekommenen insektiziden beizen werden seit mehr als drei jahren nur mehr in sehr geringem umfang angewendet, vorher waren bauern sogar verpflichtet, unter bestimmten umständen insektizide beizen anzuwenden. seit dem vorjahr sind sie sogar verboten. demnach müsste das bienen-sterben ab sofort der vergangenheit angehören. man wird sehen, ob sich dann auch faulbrut und varroa ebenfalls in luft auflösen.

der film "more than honey" hat die problematik gut geschildert. die honig-biene ist ein menschliches zuchtprodukt geworden. die reinzuchtköniginnen sind auf besonders friedfertig gezüchtet, können sich aber nicht mehr ausreichend gegen feinde wie die varroa-milbe wehren. alte wilde stechlustige bienenarten bekommen die milbe gut in den griff und dürften auch gegen andere krankheiten relativ resistent sein.

ich werde den eindruck nicht los, dass die honigbiene von bestimmten gruppierungen massiv ideologisch missbracht wird.

gmo fördern pestizid-einsatz

die umweltszene argumentiert immer wieder, dass der einsatz von gentechnisch veränderten organismen zu höherem pesizid-einsatz führt. diese behauptung ist schlicht falsch.

beispiel rr-soja. für roundup-ready-soja genügt eine behandlung mit glyphosat. ich baute selbst vor einigen jahren konventionellen nicht-gentech-soja an und wandte damals auf empfehlung der pflanzenschutzexperten drei pestizide an.

beispiel bt-mais. sog. bt-mais ist resistent gegen maiszünsler und maiswurzelbohrer. bt-mais muss daher nicht mit einem pestizid gegen zünsler und wurzelbohrer behandelt werden.

beispiel immun-gene. besitzt eine pflanze zb. ein gen, das sie gegen krautfäule immun macht, muss die pflanze nicht mehr gegen krautfäule behandelt werden.

mir ist kein einziger fall bekannt, wo gmo-pflanzen tatsächlich mehr pflanzenschutzmittel erfordern. für jeden diesbezüglichen hinweis bin ich dankbar.

diese ammenmärchen werden über jahre verbreitet. nur eine lüge wird nicht wahr, weil man sie hundert mal wiederholt. 

tier-antibiotika führen zu gefährlichen resistenzen beim menschen

regelmäßig kursiert die information, dass in der tierhaltung eingesetzte antibiotika zu resistenten keimen beim menschen führen. das ist logisch aber nicht ganz nachzuvollziehen. nur bestimmte antibiotische wirkstoffe sind in der tierhaltung erlaubt. sie sind deshalb erlaubt, weil sie zu keinen für den menschen gefährlichen resistenzen führen können. dagegen sind viele andere antibiotischen wirkstoffe nur beim menschen erlaubt, weil man sich nicht über die tiere zusätzliche resistenzen züchten will.

artikel, die vor human-resistenzen warnen und dann sofort auf die antibiotika in der tierhaltung verweisen, kommen aus einem bestimmten ideologischen eck.

tatsächlich, und das gesteht sich auch unser medizinisches system regelmäßig ein, ist das problem rasch an wirksamkeit verlierender medikamente die zu häufige verschreibung u.a. wenn sie sowieso nicht indiziert sind. bei durch viren verursachten erkrankungen sind zb. antibiotika nicht wirksam.

medikamente kosten geld. jeder vernünftige tierhalter wird den einsatz auf ein unbedingtes mindestmaß einschränken. auch fehler in der haltung kann man mit medikamenten nicht ausbügeln. tiere können nun mal genauso erkranken wie menschen. wenn sich eine ganze kindergartengruppe von einem kind eine infektion holt, warum sollte das bei tieren nicht so sein?

in der diskussion wird idr. nur über die veterinär-antibiotika gesprochen. nimmt man aber den gesamten antibiotika-markt her, teilen sich human- und veterinär-antibiotika mengenmäßig etwa zur hälfte. von den veterinär-antibiotika wird ein gewisser anteil für haus- und heim-tiere verwendet. während ausscheidungen von veterinär-antibiotika auf ackerboden ausgebracht werden und dort vom boden biologisch abgebaut werden, gelangen die vom menschen ausgeschiedenen antibiotika idr. in die kläranlage, wo sie kaum abgebaut in den vorfluter gelangen. ob die fische in diesem bereich dann weniger oft erkranken, ist nicht geklärt. dass aber aus dieser zone resistente keime auf den menschen zurückkehren, ist sehr wahrscheinlich.



22 mio quadratkilometer

in der zeitung einer umweltorganisation lese ich, dass in argentinien jedes jahr 22 millionen quadratkilometer regenwald gerodet werden, um darauf soja für die masttiere in europa anzubauen. das kam mir dann doch etwas viel vor. ich begann nachzurechnen.

es stellte sich heraus, dass sich die dame, die dena rtikel schrieb, um sechs nullen irrte. es wären angeblich 22 millionen quadratmeter also 2200 ha regenwald, der pro jahr angeblich gerodet wird.

doch ganz logisch ist diese geschichte trotzdem noch nicht. warum sollte man mit sehr viel aufwand regenwald roden, wenn es anderswo mit viel weniger aufwand ausreicht, grasland einfach umzupflügen, um dort dann soja zu bauen? eine frage, auf die ich bis jetzt noch keine antwort fand.

mann an schweinpest erkrankt

in einer zeitung eines tierschutzvereines lese ich, dass in deutschland ein mann an schweinepest erkrankt ist. das hielt ich für schier unmöglich. mehrmalige anfragen bei dem verein, man möge mir näheres über den fall mitteilen blieben stets unbeantwortet. war wohl eine zeitungsente. hoffentlich bio.

herzlich willkommen

herzlich willkommen im blog ammen-märchen. in anlehnung zu einer initiative in deutschland erlaube ich mir, hier märchen und mythen zu sammeln, die mir täglich als landwirt so unterkommen. ich wünsche gute unterhaltung.