Mittwoch, 13. August 2014

antibiotika und hormone in der tierfütterung

in der öko-szene werden permanent antibiotika und hormone an tiere verfüttert. diese behauptung ist erstens oberflächlich, mag vielleicht unter amerikanischen verhältnissen richtig sein, nur in österreich schließe ich die illegale anwendung von antibiotika und hormonen weitestgehend aus.

wenn öko-profis über den grenzenlosen illegalen einsatz dieser präparate philosophieren, bitte ich sie immer, mir ein paar kontaktadressen zukommen zu lassen. ich würde mir diese betriebe gerne selber anschauen. ich habe bis heute keine einzige kontaktadresse bekommen.

warum ist illegaler einsatz von antibiotika und hormonen in österreich irreal? die analyse-methoden sind so scharf, dass ein antibiotika-missbrauch analytisch nicht mehr zu verbergen ist. antibiotika und hormone kosten geld. dieser aufwand ist in der produktion von den kosten her nicht mehr unterbringbar. wenn die tiere nicht von vorneherein so gehalten werden, dass sie gesund sind, kann nicht wirtschaftlich produziert werden. tiere werden gehalten, um damit ein einkommen zu erzielen. auch wenn das von bestimmten öko-gruppen als profitgier bezeichnet wird. es wäre schwachsinnig, haltungsfehler permanent mit medikamenten ausbügeln zu wollen. das klappt nicht.

tierschützer führen immer wieder "beweise" für antibiotika-missbrauch ins treffen, die sie bei illegalen stall-besuchen feststellen. wenn der tierarzt zb. frisch eingestallte tiere mit einem medikament behandeln lässt, dann geschieht das im sinne seiner veterinärmedizinischen kompetenz. wenn ich heute zum arzt gehe und ein einbrecher des nachts die medikamentenpackung findet, könnte er mich in der logik der tierschützer sofort des medikamentenmissbrauchs überführen. oder stellen sie sich vor, in ihrer haus-apotheke fände jemand noch uralte psychopharmaka.

einer sinnvollen betreuung von tierbeständen durch tierärzte sollte eigenlich nichts im wege stehen. auch tiere haben das recht, im krankheitsfalle möglichst wenig zu leiden. es gibt allerdings auch betriebstypen, die dafür bekannt sind, dass sie bei leidenden tieren selten bis nie den tierarzt zu rate ziehen, und die tiere lieber verenden lassen. das passt dann aber nicht in die heile öko-welt.

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