Dienstag, 29. April 2014

gmo fördern pestizid-einsatz

die umweltszene argumentiert immer wieder, dass der einsatz von gentechnisch veränderten organismen zu höherem pesizid-einsatz führt. diese behauptung ist schlicht falsch.

beispiel rr-soja. für roundup-ready-soja genügt eine behandlung mit glyphosat. ich baute selbst vor einigen jahren konventionellen nicht-gentech-soja an und wandte damals auf empfehlung der pflanzenschutzexperten drei pestizide an.

beispiel bt-mais. sog. bt-mais ist resistent gegen maiszünsler und maiswurzelbohrer. bt-mais muss daher nicht mit einem pestizid gegen zünsler und wurzelbohrer behandelt werden.

beispiel immun-gene. besitzt eine pflanze zb. ein gen, das sie gegen krautfäule immun macht, muss die pflanze nicht mehr gegen krautfäule behandelt werden.

mir ist kein einziger fall bekannt, wo gmo-pflanzen tatsächlich mehr pflanzenschutzmittel erfordern. für jeden diesbezüglichen hinweis bin ich dankbar.

diese ammenmärchen werden über jahre verbreitet. nur eine lüge wird nicht wahr, weil man sie hundert mal wiederholt. 

1 Kommentar:

  1. Hallo Hans, ich bin bei einer Online Recherche auf deinen Blog gestoßen. Hier einige Auszüge aus Studien.

    Im Jahr 2008 war in den USA ein Anstieg des Herbizideinsatzes von 31,4% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Bei den Pestiziden verhält es sich ähnlich, es war zwar in den ersten drei Jahren nach Einführung von Genpflanzen möglich, die Pestizidmenge um einige wenige Prozent zu reduzieren, jedoch war die eingesetzte Menge im Jahr 2008 um 27% im Vergleich zum Ausgangsjahr 1996 gestiegen. Der großflächige Einsatz von glyphosatresistenten Pflanzen und der damit einhergehende großflächige Einsatz vom Wirkstoff Glyphosat führte dazu, dass sich auch Unkräuter an den Wirkstoff angepasst haben (vgl. Benbrook, 2009).
    Das Auftreten von solchen Resistenzen ist kein spezifisches Problem von transgenen Sorten, es ist bereits aus dem chemischen Pflanzenschutz bekannt. Jedoch führt ein großflächiger Einsatz von Pflanzen mit derselben Herbizidtoleranz, zur Steigerung bei Beikräutern von ebendieser (vgl. Boysen, 2012).

    Quellen:
    Benbrook, C. (2009): Impacts of Genetically Engineered Crops on Pesticide Use in the United States. The First Thirteen Years. USA: The Organic Center https://www.organic-center.org/reportfiles/GE13YearsReport.pdf (10.5.2017).

    Boysen, M. (2012): Grüne Gentechnik: Konflikte mit Fortsetzung bei der Synthetischen Biologie? In: Weitze, M., Pühler, A., Heckl, W., Müller-Röber, B., Renn, O., Weingart, P. und Wess, G. (Hrsg.): Biotechnologie- Kommunikation. Kontroversen, Analysen, Aktivitäten (acatech DISKUSSION), Heidelberg u.a.: Springer Verlag, 15-64.

    Ich würde mich auch sehr für die Quellen deiner Beispiele freuen.

    Mfg Hermann

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